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Bd. 7 Nr. 1 (2026): Jugend und politische Sozialisation

In Zeiten demokratischer Verunsicherung, wachsender Polarisierung und veränderter Öffentlichkeiten stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage, wie im Jugendalter politische Orientierungen, Zugehörigkeiten und Handlungsfähigkeiten entstehen. Das vorliegende Schwerpunktheft geht auf die gleichnamige, im Januar 2025 an der Universität Zürich durchgeführte Arbeitstagung zurück und bündelt aktuelle Forschungen, die politische Sozialisation mittels innovativer qualitativer Zugänge untersuchen. In vier Beiträgen werden(1) Wissensbestände und Habitualisierungen im Umgang mit Diskriminierung typologisch erfasst, (2) die politischen Orientierungen junger Menschen aus unterschiedlichen Szenen anhand visueller Stimuli rekonstruiert, die affektive Reaktionen anregen und so implizite Orientierungen zugänglich machen, (3) anhand längsschnittlicher Analysen Passung und Divergenzen zwischen den Orientierungen Jugendlicher zum Klimawandel und ihrer Handlungspraxis nachgezeichnet sowie (4) politisch nicht aktive junge Erwachsene mit einer reformutopisch-pessimistischen Weltanschauung im Hinblick auf Klimafragen in den Blick genommen. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch zwei freie Beiträge zu familialen Praktiken während des ersten Corona-Lockdowns sowie zur Sozialisation in transnationalen Familien.

 

Veröffentlicht: 2026-06-08
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Die Zeitschrift „Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung“ (GISo) versteht sich als unabhängiges und interdisziplinäres Forum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Verläufen, Bedingungen und Ergebnissen von Sozialisationsprozessen. GISo dient der Präsentation und Diskussion theoretischer und konzeptioneller Positionen, empirischer Ergebnisse und forschungsmethodischer Herausforderungen in diesem thematischen Feld.

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