Politische Sozialisation im Jugendalter
DOI:
https://doi.org/10.26043/GISo.2026.1.0Abstract
In Zeiten demokratischer Verunsicherung, wachsender Polarisierung und veränderter Öffentlichkeiten stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage, wie im Jugendalter politische Orientierungen, Zugehörigkeiten und Handlungsfähigkeiten entstehen. Politische Sozialisation eröffnet hierfür eine zentrale analytische Perspektive, weil sie die Wechselwirkungen von Biografie, Institutionen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen in den Blick nimmt. Zugleich verweisen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen darauf, dass politische Sozialisations- und Bildungsprozesse unter veränderten Bedingungen verlaufen und einer erneuten theoretischen wie empirischen Verständigung bedürfen (Grunert et al. i.E.). Das vorliegende Schwerpunktheft „Politische Sozialisation im Jugendalter“ möchte dazu einen Beitrag leisten, indem es unterschiedliche Zugänge bündelt und die Bedeutung politischer Sozialisation für das Verständnis demokratischer Gesellschaften neu akzentuiert. Entstanden ist es im Kontext der gleichnamigen Arbeitstagung, die an der Universität Zürich im Januar 2025 stattfand (Rüegg 2025).
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