Weltanschauliche Haltungen im Hinblick auf gesellschaftliche Diversität
Habitualisierungsprozesse als Gegenstand politischer Sozialisationsforschung
DOI:
https://doi.org/10.26043/GISo.2026.1.1Schlagwörter:
Jugend, politische Sozialisation, Diversität, HabitualisierungAbstract
Sichtweisen auf soziale Verhältnisse sind umkämpft. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Gerechtigkeitsprogramme über Soziale Bewegungen, Bildungsprogramme und rechtliche Entscheidungen zunehmend institutionalisiert. Der Beitrag untersucht vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen die Positionierung junger Menschen zur Kritik diskriminierender Verhältnisse. Auf der Grundlage von Sekundäranalysen zu biographischen Interviews aus zwei Studien wird eine Typologie vorgestellt, die das Verhältnis zwischen der Reproduktion diskriminierungsrelevanter Wissensbestände im Sprechen junger Menschen und der Habitualisierung machtkritischer Perspektiven auf Gesellschaft beschreibt. Habitualisierungsprozesse werden vor diesem Hintergrund als wichtiger Gegenstand der politischen Sozialisationsforschung ausgewiesen.
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