Klimakatastrophe und reformutopisch-pessimistische Weltanschauung

Zur politischen Sozialisation politisch nicht aktiver junger Menschen

Autor/innen

  • Arnd-Michael Nohl Helmut-Schmidt-Universität

DOI:

https://doi.org/10.26043/GISo.2026.1.4

Schlagwörter:

Natur, politische Sozialisation, Weltanschauung, Utopie, impliziertes Subjekt, Klimakatastrophe

Abstract

Mit der Klimakrise ist nicht nur das Verhältnis der Menschen zur Natur problematisch geworden, sondern auch die Zukunft der Menschheit. Dies betrifft gerade auch junge Generationen. In dem Beitrag nutze ich sozialisationstheoretische Grundbegriffe, um eine Gruppendiskussion mit vier jungen Menschen zu analysieren, die zwar politisch (auch über die Klimakrise hinaus) denken, letztlich aber für sich keine politischen Handlungsmöglichkeiten sehen. Ihre politische Weltanschauung, die sich als reformutopisch-pessimistisch bezeichnen lässt, ist durch eine Einschränkung des utopischen Moments, welches für jegliches politisches Handeln wichtig ist, charakterisiert. Dies hat auch damit zu tun, dass sie, trotz ihres klimapolitischen Bewusstseins, der eigenen Verwicklung in die Klimakatastrophe nicht entrinnen können.

Autor*innenbiografie

  • Arnd-Michael Nohl, Helmut-Schmidt-Universität

    Arnd-Michael Nohl ist seit 2006 Professor für Erziehungswissenschaft, insbesondere systematische Pädagogik, an der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg. Er forscht zu Sozialisation und Profession sowie zur Methodologie rekonstruktiver Sozialforschung. Besonders interessieren ihnen Grundfragen der Erziehungswissenschaft.

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Veröffentlicht

2026-06-08

Ausgabe

Rubrik

Wissenschaftliche Beiträge zum Themenschwerpunkt

Zitationsvorschlag

Nohl, Arnd-Michael (2026): Klimakatastrophe und reformutopisch-pessimistische Weltanschauung: Zur politischen Sozialisation politisch nicht aktiver junger Menschen. In: Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung, 7 (1). doi:10.26043/GISo.2026.1.4.