Sozialisation in transnationalen Kernfamilien im Kontext der Arbeitsmigration: Eine Meta-Interpretation

Autor/innen

  • Alexandra König Universität Duisburg-Essen
  • Jessica Schwittek Universität Duisburg-Essen

DOI:

https://doi.org/10.26043/GISo.2026.1.6

Schlagwörter:

Transnationale Kindheit, Europa, Soziologie der Kindheit, Literaturreview

Abstract

Auf der Grundlage eines qualitativen Meta-Interpretationsansatzes bietet dieser Beitrag einen narrativen Literaturüberblick zur Sozialisation in transnationalen Familien. Unter Anwendung methodologischer Strategien der Grounded Theory werden Befunde zu Kindern zusammengetragen, die in ihrem Herkunftsland verbleiben, während ihre Eltern zur Erwerbsarbeit ins Ausland migrieren. Um die Heterogenität internationaler Forschungsergebnisse zu dieser spezifischen Form transnationaler Familien zu erfassen, wird ein Sozialisationkonzept herangezogen, das drei zentrale Kategorien umfasst, die in einem iterativen Analyseprozess entwickelt wurden: (1) die Interaktionen von Kindern im Sozialisationsprozess innerhalb und außerhalb der (Kern-)Familie, (2) makrostrukturelle Bedingungen der Sozialisation auf lokaler und globaler Ebene sowie (3) die Sozialisation des Selbst, einschließlich der Auswirkungen des transnationalen Aufwachsens auf das Selbst und die Ausarbeitung eines Selbstprojekts. Diese Kategorien bieten einen Ausgangspunkt für weiterführende Theoriebildung zur Sozialisation in transnationalen Familien.

Autor*innenbiografien

  • Alexandra König, Universität Duisburg-Essen

    Alexandra König ist Professorin an der Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften. Sie leitet die AG Sozialisationsforschung. Aktuell ist sie PI in zwei DFG-Projekten, zum einem in dem interdisziplinären und binationalen Projekt „Self-Positioning in transnational spaces – Children's narrations and narrations about children living in transnational families“; zum anderen in dem Projekt „Gute Eltern – Adoptionsvermittlung in Deutschland aus Perspektive von Bewerber*innen und Vermittler*innen“. Ihre Forschungsinteressen kreisen um Sozialisation und Bildung, Familienleitbilder, Kindheit, Jugend und Familie.

  • Jessica Schwittek, Universität Duisburg-Essen

    Jessica Schwittek ist Postdoktorandin in der AG Sozialisationsforschung an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Prozessen der Sozialisation im Kontext von Familie, Kindheit und Jugend sowie mit Migration und  transnationalen sowie sozialen Ungleichheitsverhältnissen. Methodisch arbeitet sie vor allem qualitativ und interessiert sich insbesondere für rekonstruktive Ansätze und interpretative Sozialforschung.

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Veröffentlicht

2026-06-08

Ausgabe

Rubrik

Freie wissenschaftliche Beiträge

Zitationsvorschlag

König, Alexandra/Schwittek, Jessica (2026): Sozialisation in transnationalen Kernfamilien im Kontext der Arbeitsmigration: Eine Meta-Interpretation. In: Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung, 7 (1). doi:10.26043/GISo.2026.1.6.