Sozialisation in transnationalen Kernfamilien im Kontext der Arbeitsmigration: Eine Meta-Interpretation
DOI:
https://doi.org/10.26043/GISo.2026.1.6Schlagwörter:
Transnationale Kindheit, Europa, Soziologie der Kindheit, LiteraturreviewAbstract
Auf der Grundlage eines qualitativen Meta-Interpretationsansatzes bietet dieser Beitrag einen narrativen Literaturüberblick zur Sozialisation in transnationalen Familien. Unter Anwendung methodologischer Strategien der Grounded Theory werden Befunde zu Kindern zusammengetragen, die in ihrem Herkunftsland verbleiben, während ihre Eltern zur Erwerbsarbeit ins Ausland migrieren. Um die Heterogenität internationaler Forschungsergebnisse zu dieser spezifischen Form transnationaler Familien zu erfassen, wird ein Sozialisationkonzept herangezogen, das drei zentrale Kategorien umfasst, die in einem iterativen Analyseprozess entwickelt wurden: (1) die Interaktionen von Kindern im Sozialisationsprozess innerhalb und außerhalb der (Kern-)Familie, (2) makrostrukturelle Bedingungen der Sozialisation auf lokaler und globaler Ebene sowie (3) die Sozialisation des Selbst, einschließlich der Auswirkungen des transnationalen Aufwachsens auf das Selbst und die Ausarbeitung eines Selbstprojekts. Diese Kategorien bieten einen Ausgangspunkt für weiterführende Theoriebildung zur Sozialisation in transnationalen Familien.
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