Zur Eigensinnigkeit des biographischen Erzählens in der (Flucht-)Migration – eine Fallanalyse

Autor/innen

  • Lalitha Chamakalayil
  • Oxana Ivanova-Chessex
  • Bruno Leutwyler
  • Wiebke Scharathow

DOI:

https://doi.org/10.26043/GISo.2020.2.2

Schlagworte:

Biographischer Eigensinn, Biographieforschung, (Flucht-)Migration, Subjektivierung

Abstract

Das biographische Erzählen einer Migrationsgeschichte findet in machtvollen gesellschaftlichen Kontexten statt, die von rassialisierten Migrationsverhältnissen und neoliberalen Ordnungen strukturiert werden. Diese Kontexte reglementieren, was und in welcher Weise erzählbar wird. Zugleich sind Erzählende nicht durch die Bedingungen des Erzählens determiniert, sondern sie können ihre Erzählung eigensinnig strukturieren und sprachlich gestalten. Im vorliegenden Beitrag werden anhand einer Fallanalyse die Räume der Eigensinnigkeit des biographischen Erzählens rekonstruiert. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich ein Erzählen über die eigene Fluchterfahrung im Kontext von migrationsgesellschaftlichen neoliberalen Ordnungen sowie in einer spezifisch situierten Interviewsituation gestaltet. Die Analyse folgt biographie- und subjektivierungstheoretischen Perspektiven.

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Veröffentlicht

2020-12-14 — aktualisiert am 2020-12-15

Zitationsvorschlag

Chamakalayil, L./Ivanova-Chessex, O./Leutwyler, B./Scharathow, W. (2020): Zur Eigensinnigkeit des biographischen Erzählens in der (Flucht-)Migration – eine Fallanalyse. In: Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung, 1 (2). doi:10.26043/GISo.2020.2.2.