Reflexion und Irritation als Strategien im Umgang mit Wissenskulturen zu Jugenddelinquenz, Neosalafismus und marginalisiertem Sozialraum

Ein selbstkritischer Projektauftakt

Autor/innen

  • Katharina Leimbach Universität Bielefeld
  • Mareike Wilke Universität Bielefeld

DOI:

https://doi.org/10.26043/GISo.2023.2.4

Schlagworte:

Problemsoziologie, Wissenssoziologie, Reflexivität, Jugenddelinquenz, Neosalafismus, Forschungsethik, interpretative Sozialforschung

Abstract

Mit diesem Artikel wollen wir einen Einblick in das sehr frühe Stadium eines DFG-geförderten Forschungsprojekts und in unsere Überlegungen zu einer kritisch-selbstreflexiven Forschungshaltung geben. Es wird der Frage nachgegangen inwiefern die konzeptuelle Anlegung eines Projekts zur Untersuchung von Interaktionen von neosalafistischen, delinquenten und nichtdelinquenten Jugendlichen in marginalisierten Stadtgebieten bereits spezifische Problematisierungen und Wissenskulturen in sich trägt. Nachdem wir das Projekt eingeführt haben, präsentieren wir ein theoretisches Konzept, welches durch eine wissenssoziologisch inspirierte Problemsoziologie die wissenschaftliche Beteiligung an Problemdiskursen konzeptuell verankert. In Kombination mit einem qualitativ-interpretativen Vorgehen werden dadurch die Schranken für eine kritisch-selbstreflexive Forschungshaltung gestellt. Im Text werden einerseits Wissenskulturen zu Jugenddelinquenz, Neosalafismus und marginalisiertem Sozialraum zusammengetragen und andererseits empirische Strategien erarbeitet, wie wir einen Umgang mit diskursiven Formierungen und den wechselseitigen Verstrickungen im Konstruktionsprozess erarbeiten. 

Autor*innenbiografien

Katharina Leimbach, Universität Bielefeld

Dr. Katharina Leimbach ist Postdoc und Projektkoordinatorin am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung. Sie interessiert sich für gesellschaftliche Problematisierungen und dessen institutionelle Bearbeitungen sowie für die Methodologien von interpretativen-qualitativen Verfahren.

Mareike Wilke, Universität Bielefeld

Mareike Wilke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interdisziplinäre Konfliktund Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Sie interessiert sich vor allem für Radikalisierungsprozesse aus Genderperspektive und arbeitet dabei mir Methoden der qualitativen Sozialforschung, insbesondere biografischen und ethnografischen Ansätzen. 

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Veröffentlicht

2023-11-24

Zitationsvorschlag

Leimbach, Katharina/Wilke, Mareike (2023): Reflexion und Irritation als Strategien im Umgang mit Wissenskulturen zu Jugenddelinquenz, Neosalafismus und marginalisiertem Sozialraum: Ein selbstkritischer Projektauftakt. In: Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung, 4 (2). doi:10.26043/GISo.2023.2.4.

Ausgabe

Rubrik

Wissenschaftliche Beiträge zum Themenschwerpunkt