„Once more, with feeling“

(Anti-)emanzipatorisches Transformationspotential von Gefühlen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.26043/GISo.2024.1.0

Schlagworte:

Emotionen, Emanzipation, Transformation, Populismus, Solidarität, Affekte, affectivity

Abstract

Gefühle erfahren in gegenwärtigen sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschungen verstärkt Beachtung. Dass weder Wahlentscheidungen noch politischer Aktivismus oder moralische Urteilsbildung rein kognitiver Natur sind, sondern zu einem erheblichen Teil biografisch, sozialisatorisch und affektiv geprägt, wurde in den vergangenen Jahren einsichtsreich diskutiert. An diesem Punkt setzt das Themenheft mit dem Titel „‚Once more, with feeling‘ – (Anti-)emanzipatorisches Transformationspotential von Gefühlen“ an und widmet sich interdisziplinären Perspektiven auf Gefühle und ihrem Potential, Biografien, Kollektive und Gesellschaft in (anti-)emanzipatorischer Weise zu transformieren. Das Schwerpunktheft geht auf eine dreitägige Tagung zurück, welche im November 2022 an der Universität Tübingen stattfand.

Autor*innenbiografien

Flora Petrik, Universität Tübingen

Flora Petrik arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Allgemeine Pädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen. Ihre Forschung lässt sich an der Schnittstelle biografietheoretischer und bildungssoziologischer Fragestellungen verorten. Zu ihren weiteren Schwerpunkten zählen soziale Ungleichheit in Schule und Universität, interpretative Sozialforschung sowie wissenschaftstheoretische und methodologische Fragestellungen. Ihr aktueller Fokus liegt insbesondere auf Fragen sozialer Klasse in Bildungskontexten und der Weiterentwicklung Pierre Bourdieus Praxistheorie.

Jessica Lütgens, Universität Zürich

Jessica Lütgens ist Projektmitarbeiterin im Forschungsprojekt „Biografische Erfahrungen und politisches Engagement im Jugendalter“ am Lehrstuhl für Ausserschulische Bildung und Erziehung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich. Sie forscht zu politischer Sozialisation, Partizipation und Bildung, Protest und neuen sozialen Bewegungen und sozialer Ungleichheit im Kindes- und Jugendalter. Zudem interessiert sie sich für forschungsethische Fragen und arbeitet zu Methoden der qualitativen Sozialforschung, insbesondere biografischen und rekonstruktiven Ansätzen.

Alina Brehm, Internationale Psychoanalytische Universität Berlin

Alina Brehm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin. Aus der Perspektive einer psychoanalytischen Sozialpsychologie beschäftigt sie sich u. a. mit Subjektivität und Reflexivität im Forschungsprozess, Nachwirkungen des Nationalsozialismus, Affekttheorie sowie qualitativen Methoden der Sozialforschung – dabei stehen insbesondere Tiefenhermeneutik, Ethnopsychoanalyse, Biografieforschung und Autoethnografie im Zentrum. Ihr aktueller Schwerpunkt liegt auf der empirischen Forschung zur biografischen Entstehung affektiver Haltungen.

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Veröffentlicht

2024-05-27

Zitationsvorschlag

Petrik, Flora/Lütgens, Jessica/Brehm, Alina (2024): „Once more, with feeling“: (Anti-)emanzipatorisches Transformationspotential von Gefühlen. In: Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung, 5 (1). doi:10.26043/GISo.2024.1.0.