Elemente einer Theorie politischer Sozialisation

Systematik, Reichweite, Leerstellen, Abgründe

Autor/innen

  • Björn Milbradt Deutsches Jugendinstitut in Halle (Saale)

DOI:

https://doi.org/10.26043/GISo.2024.1.1

Schlagworte:

politische Sozialisation, Autoritarismus, Gewalt, Kritische Theorie, Demokratie

Abstract

Der Artikel widmet sich Reichweite, Elementen und Umfang der Forschung zu politischer Sozialisation. Argumentiert wird, dass jene derzeit eine gewisse Beschränkung auf Staatsbürgerschaft und die dafür notwendigen Elemente, im engeren Sinne Wissen und Kompetenzen und deren Erwerb, aufweisen. Demgegenüber wird hier der Weg beschritten, auch (im demokratischen Sinne) scheiternde Prozesse politischer Sozialisation, die zu einer Hinwendung zu totalitärer Ideologie und Gewalt führen können, in den Blick zu nehmen. Plädiert wird dafür, den Zusammenhang zwischen vor-politischen Sozialisationsaspekten, individueller Entwicklung, Kognition und Emotion verstärkt gesellschaftstheoretisch einzubetten und damit in seiner Wechselwirkung begreifbar sowie empirisch umfassender operationalisierbar zu machen.

Autor*innenbiografie

Björn Milbradt, Deutsches Jugendinstitut in Halle (Saale)

Dr. Björn Milbradt ist Soziologe und Leiter der Fachgruppe „Politische Sozialisation und Demokratieförderung“ am Deutschen Jugendinstitut in Halle (Saale). Sein Forschungsinteresse gilt neben der Evaluation und wissenschaftlichen Begleitung von Projekten und Programmen der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention insbesondere Bildungs- und Sozialisationsprozessen, ihren politischen, gesellschaftlichen und institutionellen Hintergründen und Bedingungen sowie methodischen und methodologischen Aspekten ihrer Erforschung.

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Veröffentlicht

2024-05-27

Zitationsvorschlag

Milbradt, Björn (2024): Elemente einer Theorie politischer Sozialisation: Systematik, Reichweite, Leerstellen, Abgründe. In: Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung, 5 (1). doi:10.26043/GISo.2024.1.1.