Mehr als 'Problemkinder'?
Pflegekinder im öffentlichen Diskurs
DOI:
https://doi.org/10.26043/GISo.2025.1.6Schlagwörter:
Pflegekinder, öffentlicher Diskurs, Narrative, Diskursanalyse, Kinder- und JugendhilfeAbstract
Der Beitrag hat die öffentliche Wahrnehmung von Pflegekindern in der Schweiz zum Thema. Pflegekinder werden bisher meist als passive Objekte dargestellt, ihre Handlungsfähigkeit als Subjekte und Akteure wird selten (an-)erkannt. Basierend auf theoretischen Prämissen der sozialwissenschaftlichen Kindheitsforschung zu Kindern als Akteuren, kindlicher agency und Partizipation wird untersucht, wie Pflegekinder in Schweizer Print- und online-Medien dargestellt werden. Diese medialen Darstellungen stehen anzunehmenderweise in einem Zusammenhang zur Wahrnehmung von Pflegekindern durch die Öffentlichkeit im Allgemeinen, und durch Fachpersonen der Kinder- und Jugendhilfe im Besonderen. Methodisch fusst der Beitrag auf einer wissenssoziologischen Diskursanalyse; in die Analyse einbezogen wurden insgesamt 308 Mediendokumente. Die Ergebnisse zeigen, dass Pflegekinder in Medien anhand gängiger Narrative dargestellt werden, und auch weiterhin kaum selbst zu Wort kommen und nur bedingt als handlungsmächtige Akteure erscheinen. Jedoch greift es zu kurz, sie als blosse 'Problemkinder' zu beschreiben.
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