Jugend im Blick relationaler Ungleichheitsforschung
Reflexion der Differenzkategorien Ethnie, Geschlecht, Klasse und Religion
DOI:
https://doi.org/10.26043/GISo.2025.2.3Schlagwörter:
Jugend, Rassismus, Klasse, Religion, relationale UngleichheitsforschungAbstract
Der Beitrag stellt Ergebnisse einer Ethnografie- und Interviewstudie mit jungen Menschen einer deutschen Großstadt vor und diskutiert diese kritisch hinsichtlich der in der Analyse rekonstruierten und reproduzierten Differenzsetzungen. Rassistische und islamophobe Diskriminierungen sind einerseits alltägliche Erfahrungen des vorgestellten migrantisch-muslimischen Samples. Andererseits eröffnet die religiöse Lebensführung Sinnstiftung in einer prekären, kapitalistischen Welt. Wie die jungen Menschen mit sozialräumlichem Stigma, geschlechtsspezifischen Freiräumen und Rassismus von Peers und Polizei umgehen, wird anhand der Differenzkategorien Ethnie, Geschlecht, Klasse und Religion dargestellt und in gesamtgesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse (Rassismus, Patriarchat, Kapitalismus und Meritokratie, Islamophobie) eingebettet. Entlang dieser relationalen Ungleichheitsperspektive wird ein Zugang für eine machtsensible, anti-essentialistische Forschung, die die Reflexion der Forscher*innenpositionalität miteinschließt, im Schnittfeld Jugend, Migration und Religion ausgeleuchtet. Dieser zeigt, dass junge Menschen immer beides sind – Klassifizierte und Klassifizierende, Dominierte und Widerständige.
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