https://giso-journal.ch/issue/feed Gesellschaft – Individuum – Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung 2020-12-14T16:49:46+01:00 GISo-Team info@giso-journal.ch Open Journal Systems <p>Die Zeitschrift „GISo“ versteht sich als unabhängiges und interdisziplinäres Forum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Verläufen, Bedingungen und Ergebnissen von Sozialisationsprozessen. Sie dient der Präsentation und Diskussion theoretischer und konzeptioneller Positionen, empirischer Ergebnisse und forschungsmethodischer Herausforderungen in diesem thematischen Feld. Die Zeitschrift bietet eine Plattform für die Publikation wissenschaftlicher Originalbeiträge aus den Erziehungs- bzw. Bildungswissenschaften, den Sozialwissenschaften, der Psychologie sowie der Geschichtswissenschaft.</p> https://giso-journal.ch/article/view/2495 Promotionskolleg: Psychosoziale Folgen von Migration und Flucht – generationale Dynamiken und adoleszente Verläufe 2020-12-04T16:21:00+01:00 Susanne Benzel benzel@sigmund-freud-institut.de Vera King helfmann@sigmund-freud-institut.de <p>Promotionskolleg am Sigmund-Freud-Institut (SFI)</p> <p>Gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung</p> <p>Laufzeit: 12/2018–11/2021</p> <p>&nbsp;</p> <p>Leitung:</p> <p>Prof. Dr. Vera King (Sprecherin): SFI, Goethe-Universität Frankfurt</p> <p>Prof. Dr. Hans-Christoph Koller: Universität Hamburg</p> <p>Prof. Dr. Patrick Meurs: SFI, Universität Kassel</p> <p>Prof. Dr. Heinz Weiß: SFI, Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, Universität Tübingen</p> <p>Koordination: Dr. Susanne Benzel: SFI</p> <p>Promotionsstipendiat*innen: Irina Dannert, Franziska Heinz, Simon Heyny, Ina Kuli?, Alexandra Litinskaya, Maximilian Richter, Tassilo Schuster, Hannes Weidmann, Luisa Wirth</p> <p>&nbsp;</p> <p>Homepage: <a href="http://www.promotionskolleg-migration.de">www.promotionskolleg-migration.de</a></p> 2020-12-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Susanne Benzel, Vera King https://giso-journal.ch/article/view/2521 Migrations- und Fluchterfahrungen erzählen und erinnern 2020-12-04T16:18:17+01:00 Anna Schnitzer anna.schnitzer@paedagogik.uni-halle.de Rebecca Mörgen rmoergen@ife.uzh.ch <p>Die Autor*innen im vorliegenden zweiten Heft der Zeitschrift „Gesellschaft. Individuum. Sozialisation. Zeitschrift für Sozialisationsforschung“ nehmen verschiedene Migrationsformen und -erfahrungen sowie Auseinandersetzungen mit Migrationsgeschichte aus Perspektive der Akteur*innen in den Blick. Dabei stehen die verschiedenen Praktiken im Fokus, mit denen Migrationsgeschichte(n) in ihren Verläufen erinnert und in ihren Transformationsprozessen erzählt werden. Das Heft versammelt Beiträge, die aktuelle empirische Ergebnisse vorstellen und methodische sowie methodologische Herausforderungen thematisieren, die im Zuge der Forschung bearbeitet werden.</p> 2020-12-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Anna Schnitzer, Rebecca Mörgen https://giso-journal.ch/article/view/2499 Wie werden Verfolgung, Flucht und Migration erinnert? Szenisches Verstehen in intergenerationalen Forschungssituationen 2020-12-04T16:18:45+01:00 Lena Inowlocki inowlocki@soz.uni-frankfurt.de <p>Wie über Migration, Verfolgung und Flucht zwischen Generationen in Familien erzählt und – szenisch – erinnert wird, kann Aufschluss über damit verbundene biographische und intergenerationale Leidenserfahrungen und Herausforderungen geben sowie über kollektive, zeitgeschichtliche, politische und institutionelle Dimensionen dieser Erfahrungen. Im Zentrum rekonstruktiver Sozialforschung steht dabei die Art und Weise, <em>wie </em>Geschehen und Erfahrungen erinnert, mitgeteilt und evaluiert werden; dabei kommt dichten <em>Szenen</em> in der Forschungssituation eine besondere Bedeutung zu. In intergenerationalen Interview- und Gesprächssituationen werden Forscher*innen, die sich auf offene Gesprächssituationen einlassen, in szenischer Form in Interaktionen und Aushandlungen involviert. Wie kann das in biographieanalytischen und ethnographischen Vorgehensweisen der Forschung reflektiert werden, und wie kann es Bestandteil der sozialwissenschaftlichen Lehre sein? Literarische Darstellungen und Filme zu intergenerationalen Perspektiven auf Verfolgung, Flucht und Migration können in der Forschung und in der Lehre für (selbst-)reflexives und szenisches Verstehen in der rekonstruktiven Sozialforschung sensibilisieren sowie dafür, wie wir „die eigene Geschichte“ verstehen können und im reflektierten Verhältnis dazu „die Geschichte anderer“.</p> 2020-12-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Lena Inowlocki https://giso-journal.ch/article/view/2497 Zur Eigensinnigkeit des biographischen Erzählens in der (Flucht-)Migration – eine Fallanalyse 2020-12-08T15:18:12+01:00 Lalitha Chamakalayil lalitha.chamakalayil@fhnw.ch Oxana Ivanova-Chessex oxana.ivanova@phzh.ch Bruno Leutwyler bruno.leutwyler@phzh.ch Wiebke Scharathow wiebke.scharathow@ph-freiburg.de <p>Das biographische Erzählen einer Migrationsgeschichte findet in machtvollen gesellschaftlichen Kontexten statt, die von rassialisierten Migrationsverhältnissen und neoliberalen Ordnungen strukturiert werden. Diese Kontexte reglementieren, was und in welcher Weise erzählbar wird. Zugleich sind Erzählende nicht durch die Bedingungen des Erzählens determiniert, sondern sie können ihre Erzählung eigensinnig strukturieren und sprachlich gestalten. Im vorliegenden Beitrag werden anhand einer Fallanalyse die Räume der Eigensinnigkeit des biographischen Erzählens rekonstruiert. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich ein Erzählen über die eigene Fluchterfahrung im Kontext von migrationsgesellschaftlichen neoliberalen Ordnungen sowie in einer spezifisch situierten Interviewsituation gestaltet. Die Analyse folgt biographie- und subjektivierungstheoretischen Perspektiven.</p> 2020-12-15T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Lalitha Chamakalayil, Oxana Ivanova-Chessex, Bruno Leutwyler, Wiebke Scharathow https://giso-journal.ch/article/view/2496 Engaging with the Country of Origin and Its Past amongst Second-Generation Youth of Bosnian Descent in Switzerland 2020-12-04T16:27:05+01:00 Dilyara Müller-Suleymanova suly@zhaw.ch <p>Based on the analysis of narrative-biographic interviews, this paper explores the ways in which second-generation youth of Bosnian descent in Switzerland explore, relate to, and engage with the past of their origin country and with the conflict-induced history of their parents’ migration. It examines how the legacies of the homeland conflict exert an impact on the lives of succeeding generations in the diaspora and how young people deal with and transform those legacies in the contexts of their current lives and prospects.</p> 2020-12-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Dilyara Müller-Süleymanova https://giso-journal.ch/article/view/2498 Multidirektionale Formen des Erinnerns und Vergessens. Das Beispiel einer postkolonialen und postsozialistischen Stadtführung 2020-12-04T16:20:29+01:00 Miriam Friz Trzeciak trzeciak@b-tu.de <p>Die Bewegungsgeschichte migrantischer und BIPoC <em>communities </em>in Ostdeutschland wird genauso wie das koloniale Erbe der Städte im kollektiven Gedächtnis der BRD weiterhin vernachlässigt. Das Ausblenden dieser Geschichten ist nicht nur auf postsozialistische Prozesse der Abwertung ostdeutscher Erfahrungen zurückzuführen, auch die DDR imaginierte sich als <em>weiße </em>Nation und reproduzierte postkoloniale Prozesse des Fremdmachens. Um vergessene und entinnerte Geschichten sichtbar zu machen, greift der Beitrag auf die Befunde der <em>memory studies </em>sowie auf die post- und dekoloniale Theoriebildung zurück. Aufbauend auf den Erkenntnissen, die im Rahmen des Lehrforschungsprojektes einer postkolonialen und postsozialistischen Stadtführung gewonnen wurden, gibt der Beitrag Impulse zum Überdenken der Verflechtungen zwischen Sozialismus und Kolonialismus. Aufbauend auf Michael Rothbergs (2009) Überlegungen zu <em>multidirectional memory</em> argumentiert der Beitrag, dass verschiedene Formen der Erinnerung nicht kompetitiv, sondern dialogisch wirken können. Über multidirektionale Formen der Erinnerung können Gegennarrative zu rechtsextremen und rassistischen Narrativen hergestellt werden.</p> <p>&nbsp;</p> 2020-12-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Miriam Friz Trzeciak https://giso-journal.ch/article/view/2539 Methodische und methodologische Grenzüberschreitungen in der Migrationsforschung – Die Erforschung familiärer Erinnerungspraktiken 2020-12-08T20:01:59+01:00 Anna Schnitzer anna.schnitzer@paedagogik.uni-halle.de <p>Dieser Beitrag nimmt Erinnerungspraktiken in Familien mit Migrationsgeschichte in den Blick. Er geht der Frage nach, wie familiäre Erinnerungen erzählt werden können und welche spezifischen Herausforderungen mit deren Erforschung im Migrations- und Fluchtkontext einhergehen bzw. wie diese im Forschungsprozess bearbeitet werden können. Die Autorin argumentiert für eine systematische Verschränkung ethnographischer und biographischer Zugänge, um neben narrativ zum Ausdruck gebrachten Erinnerungsformen auch solche in die Analyse einbeziehen zu können, die als Praktiken nur in der Erhebungssituation zu beobachten sind bzw. in den Erhebungssituationen auch nonverbal als situative Ko-Konstruktion hervorgebracht werden. So wird es möglich, etwa mithilfe von Artefakten und anderen nonverbalen Aushandlungsprozessen erzählte „kleine Geschichten“ für die Analyse familiärer Erinnerungspraktiken zugänglich zu machen.</p> 2020-12-14T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2020 Anna Schnitzer